Politikverdrossen

Politikverdrossen

Ich geh´ nicht hin, sagt meine Schwester,
mein Wahlrecht ist mir schnurzegal.
Mir stinkt dies plärrende Orchester,
zu groß der Kummer letztes Mal.

Was soll man wählen, seufzt Klaus – Dieter,
die machen eh, den gleichen Mist!
Genauso sieht´s der neue Mieter
und Adalbert, der Pessimist.

Man, Fuck The Vote, gröhlt Punker Benno,
das ist doch dumpfer Schabernack.
Wir brauchen König, Kaiser, Tenno
und nicht das triste Laberpack!

Nie mehr die Merkel, tönt Karl – Otto,
drum Tod und Teufel, FDP!
Nie wieder Wahl, heißt Hannas Motto,
mir wird gleich schlecht, wenn ich die seh!

Verdammt die dummen, die verpissten,
die mit den Socken rotgefärbt,
die Wendhälse, Kommunisten,
das Fell sei ihnen doch gegerbt!

Auch all´ die Grünen, Grauen, Roten,
die Violetten und der Rotz,
der ganze Kram gehört verboten,
so sprechen Viele schon aus Trotz.

Wo sind die hehren, klugen Köpfe.
die Lenker, Denker für den Staat?
Es bleiben stets sie selben Zöpfte,
die uns gebiert die Stimmensaat.

So sinkt des Bürgers Wählerwille,
so schwindet die Gelassenheit.
Bald herscht im Wahllokal nur Stille
und gähnend Leere weit und breit.

Man glaubt nicht mehr den hohlen Worten,
man glaubt nicht mehr an das System.
Poltiker, wie aus Retorten,
so glatt, so heuchelnd, so bequem.

Sie wollen diese Welt nicht ändern,
ihr Ziel heißt Bühne, Geld und Macht.
Das ist der Fluch in vielen Ländern.
der uns so oft entgegenlacht.

© Hansjürgen Katzer, Oktober 2012







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