Grüße aus dem ...

Grüße aus dem Hühnerknast

Ein Küken quietschegelb und klein,
soll möglichst schnell ein Hähnchen sein.
Das dann gebraten auf dem Tisch,
uns mundet zart und duftend frisch,
das wiegt dann mindestens zwei Pfund,
und fraß zu jeder Tagesstund´.

Gar billig ist das Hähnchen hier,
geschaffen für des Menschen Gier,
der täglich Fleisch zu essen will,
von Ofen, Pfanne, Spieß und Grill.
So geht´s nach Masse nur im Stall,
ein Hühnerknast steht überall!

Zwei Euro fünfzig ist der Preis,
für´s Hähnchen aus dem kalten Eis.
In einer Supertiefkühltruhe,
da hat es endlich seine Ruhe,
die ihm im Stalle nicht gegeben,
fünf Woche währte nur sein Leben!

Weil wir so billig essen wollen,
muss es dem Menschen Rechnung zollen.
Und wo´s jetzt auf dem Teller liegt,
mir jeder Appetit verfliegt.
Was hat der Mensch in seinem Wahn,
manch´ Kreatur nur angetan?

© Hansjürgen Katzer, Juli 2011


Foto: Peta





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