Man kann ...

Man kann ... doch man kann

Man kann stets von der heilen Welt erzählen,
von Liebe, Hoffnung und der Zuversicht,
so als ob niemals Not und Sorgen quälen
und nie ein Herz von Leid geprüft zerbricht.

Man könnte Dinge sagen, die sich irgendwo verlören,
jenseits von Toleranz, von Güte und von stolzem Mut.
Man könnte leidenschaftlich auf die Götter schwören,
wie es so mancher Phrasendrescher all zu gerne tut.

Man könnte sich mit jedem Tag auf´s Neu belügen,
jenseits des Lebens tränenschwerer Wirklichkeit.
Man kann sich, mit dem was man hat begnügen
und sich vergessen in der eig´nen Einsamkeit.

Man kann den schlimmsten Dreck zu Golde reden
und schweigen gegen Unrecht, Not und Qual.
Man kann ein Kegel sein im Spiele Jeder gegen Jeden
und sich verleugnen lassen viele tausend Mal.

Man kann stets alles durch die rosarote Brille sehen,
lässt all die Schweinehunde, Schweinehunde sein.
Man kann stets mit der angepassten, grauen Masse gehen
und suhlt sich selbstgerecht in seinem eig´nen Schein.


Doch diese Welt, sie ist nicht gut und ist nicht friedlich,
sie ist nicht von der schönen, lieblichen Gestalt.
Und malt sie dir so mancher gerne lieb und niedlich,
so steckt sie doch voll Angst und voller Gewalt.

Es ist so leicht sich in den eig´nen Mauern zu verstecken,
da wo man leicht den Rest von dieser Welt vergisst.
Die Kriege, all das Sterben und dem puren Schrecken,
mit dem die Erde ihre eig´nen Kinder frisst.

So lässt sich auch für alle Zeiten still vergessen,
was wir selbstherrlich dieser Erde angetan.
Wir Gottes Schöpfung, egoistisch und vermessen,
in unserer Niedertracht und unserem Größenwahn.

Erst wenn wir sehen, wird die Welt sich auch verändern,
dann wird es irgendwann ein mal für uns gescheh´n.
das all die Menschen aus den vielen, vielen Ländern,
für alle Zeiten fest zusammensteh´n.

Doch muss nicht nur des Menschen Auge blicken,
auch Herzen und Geist gehört dazu,
die Menschlichkeit in uns´re Welt zu schicken,
damit sie währet immerzu.


© Hansjürgen Katzer, November 2004






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