In diesem Land

In diesem Land

Nur ein kleiner Artikel,
der in der Zeitung steht.
Ein kurzer Name,
der im Wind vergeht.

Und dennoch etwas,
das mich sprachlos macht,
denn er starb so sinnlos
in dieser Nacht.

Sein einziger Fehler,
das fremde Gesicht.
So was duldet ihre
braune Gesinnung nicht.

Sie waren wie Tiere,
ihr Hass völlig krank.
Finster ihr Blick,
die Stiefel blitzblank.

Sie schlugen ihn tot,
wie ein Stück Vieh.
Niemand der half,
als er ängstlich schrie.

Ihre Tritte und Schläge,
trafen sämtliche Knochen.
Sie haben ihm Schädel,
und Rückgrat gebrochen.

Der Mob der sah zu,
ganz ruhig und gelassen.
Was sind das für Menschen,
ich kann es nicht fassen.

Zwanzig Passanten,
sagt die Polizei.
Schweigend und feige,
keiner stand ihm bei.

Zwanzig Bürger und
kein einziges Wort,
verhinderte diesen
abscheulichen Mord.

Zwanzig Menschen,
mit ruhigem Gewissen,
betten sich Nachts,
in die weichen Kissen.

Das Blut ist verschwunden,
vom grauen Asphalt.
Was bleibt, ist das Schweigen
es lässt sie eiskalt.

Mich friert erbärmlich,
ich kannte dich nicht,
doch ich spüre die Tränen,
auf meinem Gesicht.

© Hansjürgen Katzer, März 2002








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