Ne feine Dame

Ne feine Dame

Die Hildegard, ein Luxusweib,
trägt feinste Kleider auf dem Leib.
Die schenkte ihr ein Wüstenscheich,
der wurde durch sein Erdöl reich.

Auch Schmuck von allergrößter Pracht,
den hat er Hildegard vermacht.
Der konnte das, der hatte Zaster,
die Hildegard, die war sein Laster.

Der Scheich, der lud sie zu sich ein,
sollt´ seine Haremsdame sein.
Er zeigte ihr des Lebens Süße
und wärmte manchmal ihre Füße.

In Bayreuth, Aspen und Graubünden,
tat er ihr seine Lieb´ verkünden.
Doch Hildegard, die ließ ihn sitzen,
nun muß er in der Wüste schwitzen.

Die Hildegard wirkt sehr passabel,
da wurde mancher Mann spendabel.
So schenkte ihr der Doktor Lenz,
´nen nagelneuen Daimler Benz.

Den fährt sie nun als Cabrio
und lächelt süffisant und froh.
Der Lenz der ist ein toller Hecht,
der kam der Dame gerade recht.

Ein jedes Mal wenn sie sich trafen,
wollt´ Lenz mit jener holden schlafen.
Die ließ ihn nur zu gerne ein,
in ihr bequemes Kämmerlein.

Der Lenz hat Spaß, die Dame Geld,
genüsslich wirkt der Schein der Welt.
Doch bald verschwand die Hildegard,
aus jenes Mannes Gegenwart.

Sie hat jetzt eine neue Wohnung,
die gab es neulich zur Belohnung,
von einem Herrn vom Staatsballett,
mit dem geht sie seitdem ins Bett.

Der konnte wahrlich jedes Mal,
doch schmeckten seine Küsse schal.
Zum Abschied war er noch mal nobel,
ihr Mantel ist aus feinstem Zobel.

Die Hildegard ist stets beflissen,
hat manchen Kerl an sich gerissen.
Auf ihren Schmollmund süß und fein,
fielen die meisten Herren rein.

Doch jenem der ihr Herz zerbrach,
dem rannte sie umsonst stets nach.
So schreibt das Leben seine Dramen,
auch bei den sogenannten Damen.

© Hansjürgen Katzer, Januar 2003





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