Brauner Spuk

Brauner Spuk

Es waren die dunkelsten Stunden,
die jemals ein Menschenkind sah.
Eine Meute aus geifernden Hunden,
der Wahnsinn, der plötzlich so nah.

Vernebelt die Hirne der Massen,
entschwunden der Geist und Verstand.
Man fing an die Völker zu hassen,
„Sieg Heil,“ schrie ein deutsches Land.

So gab es den Krieg, aller Kriege,
den Feuersturm, den sie entfacht.
Der Schrecken aus deutscher Wiege,
er ward aller welt nun gebracht.

Den Krieg hat man gottlob verloren,
der Spuk um ihn lebt weiter fort.
Dem Stumpfsinn auch weiter erkoren,
erwacht er an mancherlei Ort.

Der Geist von einst mag lang verblichen,
gebannt ist er lange noch nicht.
Hat sich neu in die Köpfe geschlichen,
und mancher der mit ihm nun ficht.

Die Brut dieser Nazigedanken,
sagt nicht, es gibt sie nicht mehr!
Ihre Wurzeln, sie wachsen und ranken
und lasten noch immer so schwer.

© Hansjürgen Katzer, November 2002







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