Sie haben dem ...

Sie haben dem Christkind ...


Sie haben dem Christkind,
den Schltten geklaut.
Jetzt fährt es Motorrad,
macht auf Rockerbraut.

Es zischt wie der Wind nun,
als sei es im Wahn.
Mit dreihundert Sachen.
über die Autobahn.

Der Sack mit den Gaben,
der schleift hinterher.
Der scheint voll beladen
und wiegt sicher schwer.

Es fährt wie betrunken,
zickzack wie ein Schelm.
Das lockige Haar,
da fehlt gar der Helm.

Doch hat´s keine Zeit,
es muss sich so puschen.
Wie durchgedreht,
durch die Straßen huschen.

Es blinkt nicht, es bremst kaum,
es ist voll im Stress.
Nur Vollgas und weiter,
mit achtzig PS.

Weil überall Kinder,
voll Wehmut schon warten.
Geschenke zu kriegen,
auf zwölftausend Arten.

Es hellt schon, fast morgen,
die Arbeit vollbracht,
Das Christkind ist müde
und wünscht: Gute Nacht!

Drei Mädchen, die haben,
ja gar nichts bekommen.
Die hatten sich Christkindchen
Schlitten genommen!

Die heulen nun rum,
das sie dies sehr störe.
Die sitzen verdrießlich
und schau´n in die Röhre.

Das Christkind schläft längst,
das kriegt keine Gage.
Sein Motorrad steht wieder,
in meiner Garage.

So ward doch gerettet,
das himmlische Fest.
Ich nehm mir vom Glühwein,
nun auch noch den Rest!

Tschüüüß!

© Hansjürgen Katzer, Dezember 2012










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