Montag

Die wilde Woche
ist der Versuch,
sieben Tage lang das Leben eines Mannes zu begleiten,
der immer wieder von kuriosen  Schicksalsschlägen
gezeichnet, am Ende doch sein großes Glück findet.




Foto: Unbekannt


Montag

Montagmorgen, die Woche fängt an,
wach endlich auf und steh´ deinen Mann.
Auf in den Kampf, geduscht und gewaschen,
jetzt gilt es nur noch ein Brot zu erhaschen.

Wurst schmeckt recht muffig, der Käse ist alt,
zudem ist auch noch der Kaffee fast kalt.
Mürrisch verlass´ ich um sechs Uhr das Haus,
tret´ in die Hektik des Tages hinaus.

Endlich am Bus, schon wieder nur Groll,
bleibt nur ein Stehplatz, alles schon voll.
Dann ist´s geschafft, ich bin im Büro,
durchgeatmet, das ging noch mal so.

Mach meinem Job und schau mich kurz um,
das nimmt mein Boss, mir übel und krumm.
Er macht mich an, es klingt in den Ohren,
beinahe hätt´ ich die Fassung verloren.

Mittagspäuschen, heut´ gibt es nur Linsen,
ich mach ´nen Witz, die anderen grinsen.
Wir labern von Fußball und wichtigen Dingen,
dann heißt es wieder zur Arbeit sich zwingen.

Kurz nach halb vier, die Arbeit geschafft,
mir geht´s jetzt gut, ich bin voller Kraft.
Ab jetzt nach Hause, die Bude aufräumen
und noch bisschen von Gisela träumen.

Die ruft mich an um viertel nach sieben,
sagt mir sie würd´ einen anderen lieben.
Ich sollt´ nicht bös´ sein, sie einfachl vergessen,
heut´ Abend, ginge sie schick mit ihm essen.

Furchtbar das reicht, ich werd´ mich besaufen,
geh jetzt zum Kiosk um Fusel zu kaufen.
Wodka und Korn, dazu noch sechs Biere,
damit ich Frust und den Kummer verliere.

Bald schon sink´ ich betrunken ins Kissen,
fluch´ auf die Weiber und find´ sie beschissen.
Lalle herum und weine und brülle.
Lange schon her, das ich war so knülle.

© Hansjürgen Katzer, Oktober 2003





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