Rentenfrage

Rentenfrage


Bis siebzig wird demnächst geschafft,
bis euch der Tod hernieder rafft.
Des Staates Kassen sind fast leer,
die Rente gibt es bald nicht mehr.

Auch wenn das Rheuma reißt und juckt,
kommt Freunde, in die Hand gespuckt.
Die Ärmel hoch, nun haut mal rein,
ihr dürft nicht länger lästig sein.

Ihr sollt´ im Rollstuhl noch zur Arbeit fahren,
auch wenn die müden Knochen knarren.
Das Maul gehalten und ganz still,
der Mensch kann viel, wenn er nur will.

Wer ruht und rastet, rostet schnell,
hieß neulich gerade ein Appell,
den sprach ein dreister Firmenboss,
der seine Worte sehr genoss.

So steh´n am Fliessband bald die Alten,
die sich kaum auf den Beinen halten.
Doch meckert nicht, es wird schon gehen,
noch manches Schräubchen ist zu drehen.

Und ist es irgendwann vorbei,
das Schuften und die Plackerei,
dann seid nur ruhig, gebt euch zufrieden,
mit jenem, was man euch beschieden.

Und wagt es ja nicht noch zu klagen,
ihr könnt doch eh nichts mit euch tragen,
wenn euch dereinst der Tod besiegt
und ihr in euren Gräbern liegt.

© Hansjürgen Katzer, November 2002





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