Das neue Deutschlandlied

Das neue Deutschlandlied


Ein Ruf von Freiburg bis nach Kiel,
der deutsche Michel säuft zu viel.
Ob Schnaps, ob Bier, Likör und Wein,
er schüttet alles in sich rein.

Von Erfurt heißt es bis nach Herne,
der Michel hat sein Essen gerne.
Schweinshaxe, Leber, Sauerkraut
und was das Leben dir versaut.

Von Stralsund bis nach Erkenschwick,
der deutsche Michel, ist zu dick.
So wohlgenährt und kugelrund,
drückt oft ihn gar der Hosenbund.

Von Rostock bis nach Wuppertal,
der Michel glaubt sich hart wie Stahl.
Doch manchmal fehlt ihm das Gehirn,
er trägt sehr gerne schwarzen Zwirn.

Von Neuruppin, bis hin nach Bonn,
dem Michel läuft die Frau davon.
Landauf, landab ein Scheidungsgrund,
der Michel ist ein armer Hund!

Von Konstanz bis nach Osnabrück,
der deutsche Michel hat stets Glück
So schafft er das, was keiner schafft,
zumeist ganz ohne Leidenschaft.

Von Potsdam bis nach Bielefeld,
der Michel spielt gern großer Held.
Der glaubt, das er gar alles kann,
beinahe wie der Supermann.

Von Düsseldorf bis nach Berlin,
der deutsche Michel liebt Benzin.
Der Schuhmacher ist sein Idol,
dabei ist der doch ziemlich hohl.

Vom Mechernich bis Gummersbach,
der Michel legt gern Weiber flach.
Er glaubt von sich ein Stier zu sein,
doch meistens ibleibt nur lauer Schein.

Von Goslar bis nach Nettelstedt,
der Michel geht nie nackt ins Bett.
Sein Schlafanzug ist schlicht und fein
und darf sogar aus Frottee sein.

Von Bochum, Münster bis nach Schwedt,
der Michel kommt fast nie zu spät.
So lernt er die Moral der Tugend,
zumeist im Laufe frühster Jugend.

Entsetzt von Leipzig bis nach München?
Man sollte diesen Dichter lynchen?
„Ich geb´s ja zu manch Reim ist faul,
drum halt ich jetzt das große Maul!"

© Hansjürgen Katzer, März 2002





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