Zu spät

Zu spät

Ein Mensch, der eine Frau begehrte,
fand immerfort nur die verkehrte.
Mal war sie flach, wie eine Flunder,
mal viel zu lang, mal klein, mal runder,
als die, die er im Traum ersonnen.
So hat sein Leid dereinst begonnen!

Ein Mensch sucht nach der Frau für´s Leben.
Na irgendwo, wird´s die doch geben!
Er reckt den Hals, er schaut, vergleicht,
doch keine an sein Traumbild reicht.
So bleibt ein Leben alleine,
er und spart Geld, das ist das feine!

Ein Mensch wird in sein Grab gebettet,
der Geiz, dem Sarg noch angekettet.
Wie gern er doch nun dankbar hätte,
ein Kind, ein Weib an seiner Stätte,
die ihn zur letzten Ruh begleitet,
die ihm hier endlos nun bereitet.

Doch steht nichts da, in Gram und Trauer,
ein Pfaffe nur, im Regenschauer
und Sargträger, gar vier der Sorte,
Kurz ein Gebet, gar wenig Worte.
Dann ist es still, der Himmel dunkelt,
einsam ein Stern am Himmel funkelt!

Mit Kummer von der Wolke droben,
sieht er das irdisch Leben toben.
Was hat er alles nicht erfahren,
als seine Wurzeln dort noch waren.
Nun ist´s zu spät, nun ist´s  zerrronnen,
es bleibt sein Traum, den er ersonnen.

© Hansjürgen Katzer, August 2015





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