Bet und arbeit


Bet und arbeit´

Bet und arbeit! ruft die Welt
Bete kurz! denn Zeit ist Geld
An die Türe pocht die Not -
Bete kurz! denn Zeit ist Brot    

Und du ackerst, und du säst,
Und du nietest, und du nähst,
Und du hämmerst, und du spinnst -
Sag, o Volk, was du gewinnst!

Wirkst am Webstuhl Tag und Nacht
Schürfst im Erz- und Kohlenschacht,
Füllst des Überflusses Horn,
Füllst es hoch mit Wein und Korn.

Doch wo ist  d e i n  Mahl bereit?
Doch wo ist  d e i n  Feierkleid?
Doch wo ist  d e i n  warmer Herd?
Doch wo ist  d e i n  scharfes Schwert?

Alles ist dein Werk! o sprich,
Alles, aber nichts für dich!
Und von allem nur allein,
Die du schmiedst, die Kette, dein?

Kette, die den Leib umstrickt,
Die dem Geist die Flügel knickt,
Die am Fuß des Kindes schon
Klirrt - o Volk, das ist dein Lohn.

Was ihr hebt ans Sonnenlicht,
Schätze sind es für den Wicht;
Was ihr webt, es ist der Fluch
Für euch selbst - ins bunte Tuch.

Was ihr baut, kein schützend Dach
Hat's für euch und kein Gemach;
Was ihr kleidet und beschuht,
Tritt auf euch voll Übermut.

Menschenbienen, die Natur,
Gab sie euch den Honig nur?
Seht die Drohnen um euch her!
Habt ihr keinen Stachel mehr?

Mann der Arbeit, aufgewacht!
Und erkenne deine Macht!
Alle Räder stehen still,
Wenn dein starker Arm es will.

Deiner Dränger Schar erblaßt,
Wenn du, müde deiner Last,
In die Ecke lehnst den Pflug,
Wenn du rufst: Es ist genug!

Brecht das Doppeljoch entzwei!
Brecht die Not der Sklaverei!
Brecht die Sklaverei der Not!
Brot ist Freiheit, Freiheit Brot!

Text: Georg Herwegh
Melodie: Hans von Bülow



Als am 23. Mai 1863 der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) gegründet wurde und Ferdinand Lasalle zum ersten Präsidenten gewählt wurde, bat er den Dichter Georg Herwegh (1817-75), einen im Exil in der Schweiz lebenden Schriftsteller und Publizisten, um ein "kämpferisches und zugkräftiges" Bundeslied.

Es ist das erste Lied der politisch organisierten deutschen Arbeiterbewegung! Die Worte Herweghs, des Dichters der 48er Revolution und Mitarbeiters der Rheinischen Post, zur Zeit als Karl Marx deren Chefreadkteur war, wurden mehrere Male vertont, unter anderem auch von dem bekannten Dirigenten Hans von Bülow 1863, der die Melodie unter dem Pseudonym "W. Solinger" veröffentlichte. Bülow, Schüler Richard Wagners und Schwiegersohn Franz Lizst', war pikanterweise preußischer Hofpianist. Seine Komposition war ein eher widerwilliger Freundschaftsdienst für Ferdinand Lassalle, den er unter Wahrung seiner Anonymität leistete.

Seine Melodie konnte sich jedoch nie durchsetzen. Meistens wurde es nach der Melodie von "Schleswig Holstein stammverwandt" gesungen.

: Auszug aus Wikipedia

Auf Jahr und Tag
 
Bei Wohlgefallen bitte "Liken"
 
 
Munkelpietzgeschichten

Die Abenteuer des
Wichtelmännchen
Eugen Balduin Munkelpietz

Ein Märchen für große
und kleine Kinder
 
Lesen und gelesen werden,
sind das reinste Glück auf Erden!
„Gedichte sind der Herzschlag der Literatur.“ Jutta Richter (*1955)
 
Über 1000 Gedichte und Geschichten von Hansjürgen Katzer
Bilder
 
Fotos von Hansjürgen Katzer und
diverse Anderen
 
Bisher waren schon 274347 Besucher (1545657 Hits) hier!