Auf der Straße

Auf der Straße


V
ersunken sein Blick, der Schritt tastet schwer,
Gedanken am Ende, der Magen noch leer.
Und wenn der dann so durch die Straßen geht,
treibt´s ihn oft dorthin, wo sein Haus noch steht.

Dort wohnen jetzt Leute, die kennt er nicht,
vor der Eingangstüre brennt immer noch Licht.
Er verlor seine Arbeit, das machte ihn krank,
nichts ist ihm geblieben, das Haus nahm die Bank.

So mit fünfzig werden die Menschen oft leise,
man schiebt sie zuhauf auf die Abstellgleise.
Daran ist er gänzlich zu Grunde gegangen
und er hat sich bis heute nicht wieder gefangen.

Wenn die Anderen über die Arbeit erzählen,
hat er dunkle Träume, die ihn nächtelang quälen.
Denn er selbst ist schon jahrelang arbeitslos,
niemand braucht ihn und die Sorgen sind groß.

Die Familie hat ihn längst im Stich gelassen,
so zieht er täglich durch Straßen und Gassen.
Der Penner, über den sie gern Späße machen,
versunken sein Blick, kann längst nicht mehr lachen.

© Hansjürgen Katzer, Januar 2003





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